Teilnahmerekord bei der PhysikOlympiade in Lissabon

„Etwa 400 Schülerinnen und Schüler aus 86 Ländern haben an der 49. Internationalen PhysikOlympiade in Lissabon, Portugal, teilgenommen und dort knifflige theoretische sowie praktische Physikaufgaben gelöst. Das ist ein neuer Teilnahmerekord für den Wettbewerb. Die fünf deutschen Olympionikinnen und Olympioniken konnten nicht ganz die Leistung zeigen, die sie dem nationalen Auswahlwettbewerb demonstriert haben. Mit zwei Silber- und einer Bronzemedaille sowie zwei Anerkennungsurkunden erreicht das Team aber dennoch den 23. Platz und bringt damit neben vielen neuen Eindrücken ein sehr respektables Ergebnis nach Hause.“

Wilhelm Holfeld erhält eine Bronzemedaille für seine herausragende Leistung.

Die vollständige Pressemitteilung von Dr. Stefan Petersen gibt es hier zum Download(pdf).

4. Runde Internationale PhysikOlympiade – nun Weltmeisterschaft in Lissabon

Ein Schülerbericht von Wilhelm Hohlfeld:

Guten Tag,
nach einer erlebnisreichen Woche ist es mir heute möglich, kurz über die 4. Runde der IPhO zu berichten, an der Franz und ich diese Woche teilgenommen haben.

Schon die Anreise ist ja eigentlich ein Abenteuer für sich, denn bis nach Bremerhaven kann man sich von Dresden aus für zwei Möglichkeiten entscheiden: Entweder man fährt über Hannover, ist aber etwa neun Stunden unterwegs, oder man muss viermal umsteigen. Trotzdem war im Zug genug Zeit zum Schlafen, so dass wir am Sonntag ausgeruht zur ersten theoretischen Klausur starten könnten. Es wurden verschiedene spannende Probleme behandelt, so etwa die Kühlung von Milch, warum man bei hohen Geschwindigkeiten die Dinge hinter sich vor sich sieht, und wie man einen Lichtstrahl um die Erde verlaufen lassen könnte.

Am Nachmittag gab es noch ein Aufgabenseminar, welches zwar auch mit schönen Problemen aufwarten könnte, aber die Erschöpfung machte sich hier bereits bemerkbar. Glücklicherweise war unsere Unterkunft, das Havenhostel Bremerhaven, sehr angenehm, an Erholmöglichkeiten fehlte es also nicht.

Am Montag fand die erste experimentelle Klausur statt. Hier drehte sich alles um eine Gitarrensaite, aus deren Schwingungsfrequenzen und elektrischen Eigenschaften ihr spezifischer Widerstand, ihr Elastizitätsmodul und die thermische Ausdehnung ermittelt werden sollten.

Am Nachmittag nahmen wir dann an einer Führung durch das gastgebende Institut AWI (Alfred-Wegener-Institut) teil. Dabei besichtigten wir unter anderem das Eiskernlabor bei -15°C, eine angenehme Abwechslung von den meist über 30°C befindlichen Temperaturen.

Die zweite theoretische Klausur am nächsten Tag stellte uns wieder vor herausfordernde Aufgaben, so etwa die Theorie der Tief-Temperatur-Kryometer oder den Leckstrom von Kupferkabeln.

Ein experimentelles Seminar am Nachmittag, durchgeführt von Mitarbeitern des AWI, knüpfte dann nicht nur thematisch an den Vortrag an, sondern bereitete uns auch auf die zweite experimentelle Klausur vor.

Am Abend hatten wir außerdem die Möglichkeit, zwei promovierte Physiker des AWI über das Studieren und Arbeiten als Physiker auszufragen.

Unsere letzte Klausur fand dann am Mittwoch statt und hatte die Elektrik zum Thema. Mit Hilfe von Wechselstrom verschiedener Frequenzen musste der Inhalt einer Blackbox aus Spulen, Kondensatoren und Widerständen bestimmt werden.

Eine Exkursion ins Deutsche Auswanderer-Haus rundete den Aufenthalt in Bremerhaven dann ab.

Am Donnerstag wurde dann noch die Siegerehrung auf dem Forschungsschiff Heincke abgehalten. Franz landete auf einem soliden 11. Platz, mir ist mit dem 5. Platz die Aufnahme ins Nationalteam geglückt.

Alles in allem war es eine schöne Woche, in der wir viel mit Physik zu tun hatten, aber auch andere Interessen schulen konnten.

Viele Grüße,
Wilhelm Holfeld

2. Runde der 49. Internationale PhysikOlympiade

Auch dieses Jahr konnten unsere Schüler erfolgreich das Physik-Jahr abschließen. So qualifizierten sich vier Schüler erfolgreich für die 3. Runde der 49. Internationalen Physik-Olympiade, an der ca. 50 Schülerinnen und Schüler teilnehmen werden.

Im Text der Wettbewerbsverantwortlichen vom IPN in Kiel liest sich das wie folgt:

„Die Bearbeitungen reichten auch in diesem Jahr von der Bearbeitung einzelner Aufgaben bis hin zu wenigen nahezu vollständig korrekten Lösungen. Die Korrektur war entsprechend abwechslungsreich. Im Schnitt wurden in diesem Jahr 43,2 von 100 möglichen Punkten erreicht. Für die Qualifikation zur dritten Runde waren 60,5 Punkte notwendig …“

Zu ihren Erfolgen dürfen wir folgenden Schülern im Besonderem gratulieren: Mehr lesen

49. Internationale PhysikOlympiade

Arthur Collard, Johann Collard, Franz Loose, Jesko Rettkowski (alle Kl. 10), Alexander Gemming, Max Herzog, Ella Hutschenreiter (jeweils Kl. 11), Wilhelm Holfeld, Johannes Knupfer, Karl Kühne, Benjamin Paddags, Selina Richter, Konstantin Urban, Clara Vogt und Vincent Voigtländer (alle Kl. 12) haben erfolgreich an der ersten Auswahlrunde zur 49. Internationalen PhysikOlympiade teilgenommen und sich für die zweite Runde qualifiziert. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Erfolg!

48. Internationale Physikolympiade – Rückblick auf einen ungewöhnlichen Wettbewerb (26.07.17)

Vom 16. bis zum 23. Juli fand die 48. Internationale PhysikOlympiade in Yogyakarta, Indonesien, statt. Nahezu 400 Schülerinnen und Schüler traten an, um bei theoretischen und experimentellen Aufgaben um olympisches Edelmetall zu wetteifern.Die äußerst anspruchsvollen Klausuren wurden in diesem Jahr von einigen organisatorischen Pannen begleitet, so dass

die Olympionikinnen und Olympioniken unter erschwerten Bedingungen antraten. Das fünfköpfige deutsche Team konnte trotz dieser widrigen Umstände sehr gute Leistungen abrufen und fährt mit zwei Bronze- sowie drei Silbermedaillen nach Hause. Die Internationale PhysikOlympiade – kurz IPhO – bringt die besten Physiknachwuchstalente der Welt zusammen. Bei kniffligen Aufgaben stellen sie ihr Können unter Beweis und versuchen, einen der begehrten olympischen Medaillenränge zu erreichen. Bei der 48. IPhO ging es daher hoch her. 395 Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 84 Ländern sowie etwa 200 Betreuer, 100 Jurymitglieder, Ehrengäste sowie unzählige Guides und Helfer waren an dem Wettbewerb beteiligt, dessen Ausrichtung im letzten Jahr aufgrund der Absage eines anderen Gastgeberlandes kurzfristig von dem indonesischen Bildungsministerium übernommen wurde. Mehr lesen