Jugend forscht – Bundesfinale 2018

Konstantin Urban und Vincent Voigtländer hatten sich über den Regional- und Landeswettbewerb für den 53. Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ qualifiziert, der vom 24. bis 27.05.2018 in Darmstadt – mit der Firma Merck als Gastgeber – ausgerichtet wurde.

Unsere beiden Schüler gehörten zu den fünf sächsischen und deutschlandweit 182 Teilnehmern, die es aus den angetretenen 12069 Teilnehmern der über 100 deutschen Regionalrunden bis zum Bundeswettbewerb geschafft haben. In den Fachgebieten Chemie (Konstantin) und Technik (Vincent) traten die beiden gegen ihre Konkurrenten aus allen anderen Bundesländern an. Drei der fünf sächsischen Teilnehmer konnten mit einem Preis nach Hause fahren – Konstantin und Vincent gehören dazu:

Wir gratulieren Vincent Voigtländer zu seinem Sonderpreis der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt für eine herausragende Arbeit auf dem Gebiet der Robotik.

Konstantin Urban gratulieren wir ganz herzlich zum 4. Platz im Fachgebiet Chemie!

In der gleich am Tag der feierlichen Preisverleihung im Darmstadtium veröffentlichten Broschüre der Preisträger heißt es über ihre Arbeiten von:

Konstantin Urban:

„Der ehemalige Uranbergbau in Sachsen hat Spuren hinterlassen: Im sächsischen Trinkwasser sind die Uranwerte noch heute vielfach höher als anderswo. Konstantin Urban hat sich daher gefragt, ob man mit chemischen Methoden Schwermetalle wie Uran aus dem Wasser entfernen kann. Zu diesem Zweck untersuchte er in seinen Experimenten zuckerähnliche Stoffe, sogenannte Imine. Diese können Schwermetallionen dicht umhüllen und so
chemische Komplexe bilden, die sich leicht aus dem Wasser filtern lassen. Der Jungforscher synthetisierte verschiedene Imine und analysierte spektroskopisch deren Reinheit. Für die Laborversuche nutzte er unbedenkliches Kupfer und konnte belegen, dass mit Kupfer stabile Komplexe entstehen. Es würde sich also lohnen, empfiehlt er, Imine auch für die Entfernung von Uran zu testen.“

Vincent Voigtländer:

„Das Allseitenrad ist eine originelle Konstruktion: In seine Lauffläche sind kleine Rollen integriert, durch die sich das Rad senkrecht zu seiner Laufrichtung bewegen kann. Auf der Basis dieser Räder konstruierte Vincent Voigtländer einen Roboter. Unter einer Scheibe montierte er drei Allseitenräder, die durch kleine Elektromotoren angetrieben werden. Eine clevere Elektronik steuert die Motoren so, dass die Räder unabhängig voneinander ihre Geschwindigkeiten ändern. Dadurch ist der Roboter in der Lage, in jede Richtung zu fahren und sich dabei gleichzeitig um sich selbst zu drehen. Für seine Erfindung hat der Jungforscher auch schon eine Anwendung im Sinn: Ein Allseitenrad-Roboter könnte sperrige Objekte in Logistikzentren effizienter transportieren als heute eingesetzte Maschinen und Anlagen.“