Wissenschaftspropädeutik als Teil der vertieften Ausbildung: Das „Wissenschaftliches Forum 2023“

„Der Vortrag war wirklich super, da könnte sich manch Student eine Scheibe abschneiden.“ Kann es ein größeres Lob geben als eine solche Rückmeldung seitens des externen Betreuers?

Viele der 73 Betreuerinnen und Betreuer, die unseren 62 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 im Schuljahr 2022/23 die Möglichkeit gaben, wissenschaftliches Arbeiten unter Realbedingungen außerhalb des „Schutzraums Schule“ zu erfahren, melden ähnliches zurück wie Herr Dr. Biertümpfel über seinen „Schützling“ Luis Taubert.

Die Herausforderung zu meistern, über ein Schuljahr hin selbstverantwortet ein wissenschaftliches Thema zu bearbeiten und in der „Wissenschaftlichen Jahresarbeit“ zu dokumentieren, ist für MANOS-Schülerinnen und Schüler kein Zuckerschlecken:

Enttäuschungen bleiben nicht aus, die Kooperation mit den Betreuern verläuft nicht immer reibungslos und nicht selten fällt es schwer, der Prokrastination nicht nachzugeben.

Diese Erfahrung macht jeder 11er-Jahrgang.

Am Ende der 11.Klasse wissen jedoch engagierte MANOS-Schülerinnen und Schüler, wie wissenschaftliches Arbeiten geht, und sind somit auch in diesem Bereich gut gerüstet für ihr Studium. Darüber hinaus ist es zwar eine Binsenweisheit, dass der Mensch mit seinen Aufgaben wachse, doch für die 11.Klässler erweist sich diese oft als nur zu gültig: Nicht nur ihr Wissen wächst, sie gehen auch persönlich gestärkt aus dem einjährigen Ringen um eine gelungene WJ hervor. Wo ein Wille, da ein Weg – nicht nur ein Spruch, sondern reale Erfahrung für viele!

Familie, Freunde, Schule und Betreuende bemühen sich intensiv, den Lernenden eine Stütze zu sein und es ihnen somit zu ermöglichen, dem Stress Stand zu halten und letztlich erfolgreich zu sein.

Vielen Dank an alle Moral-Hochhalter, Frust-Aushalter und Ins-Gewissen-Redner, die im bismarckchen Sinne „mit Zuckerbrot und Peitsche“ die Lernenden voranbringen!

Denn keine Hürde kann so hoch sein, dass man sie mit Ehrgeiz, Tatkraft und der Bereitschaft, sich ggf. auch mal helfen zu lassen, nicht meistert:

Am 03./04.07.2023 präsentierten im „Wissenschaftlichen Forum“ die Schülerinnen und Schüler ihr Ergebnisse. Ein Großteil kann sehr stolz herausragende Leistungen sein, die durch die Betreuenden, die Jurys und unsere Kooperationspartner gewürdigt wurden.

15 Schülerinnen und Schüler können sich jedes Jahr darüber freuen, noch mehr Anerkennung zu erfahren als Lob von allen Seiten:

Unsere Kooperationspartner die „Stiftung – Sachsen. Land der Ingenieure“, der „Silicon Saxony e.V.“ sowie die „BASF Schwarzheide GmbH“ zeichnen jeweils 5 Vorträge aus, die sowohl inhaltlich als auch hinsichtlich der Präsentation besonders überzeugen konnten.

In diesem Jahr prämierte Herr Zaborowski im Namen der „Stiftung – Sachsen. Land der Ingenieure“ Themen mit ingenieurtechnischem Schwerpunkt:

eine Schülerin, Josephine Schubert, Charlotte Kluger, David Kretzschmar, Benjamin Zeh (v.l.n.r.)

Durch den Vertreter des „Silicon Saxony e.V.“, Herrn Dr. Wilde, wurden ausgezeichnet:

Max Riedel, Elvira Terne, Alexander Domnick und Anne Müller (die zur gleichen Thematik gearbeitet haben und sich einen Preis teilen), Christoph Höntzsch und ein Schüler (v.l.n.r.)

Frau Bachmann und Herr Suckow als Vertreter der „BASF Schwarzheide GmbH“ würdigten Arbeiten mit chemischem Themenschwerpunkt:

ein Schüler, Julius Wollrab, Alexander Acker, Simon Perner, Nelly Oertel (v.l.n.r.)

Jedes Jahr sind wir traurig darüber, dass uns für die Prämierung biologischer Themen und der „thematischen Ausreißer“ (Psychologie, GRW, Musik, Literatur…) ein Partner fehlt.

Doch in diesem Jahr bot sich zumindest im Bereich Biologie eine Möglichkeit, zwei Arbeiten mit einem Sonderpreis zu würdigen:

 

Die Biologie-Fachschaft unserer Schule wurde für ihre engagierte Arbeit durch unseren ehemaligen Schüler Tom Kasper mit dem „Eckhard R. Lucius – Schulpreis“ ausgezeichnet. Diesen verleiht der Förderverein der BiologieOlympiade e.V. an Schulen, die in den vorangegangenen drei Jahren sowohl qualitativ als auch quantitativ die erfolgreichsten Schülerinnen und Schüler zu den Auswahlrunden der Internationalen BiologieOlympiade schicken konnten.

Die Mitglieder der Biologie-Fachschaft [Herr Dr. Hofemeister, Frau Mayer, Frau Härtel, Frau Dr. Schickmann] sowie Tom Kasper (v.l.n.r.)
Diese Auszeichnung ist nicht nur mit 500 € dotiert, die schon verplant sind für neue Mikroskope. Darüber hinaus beinhaltet der Preis 5x ein Jahresabonnement der Zeitschrift „Biologie in unserer Zeit“ (VBIO).

Drei der Abos gehen an die 10. Klassen, mit den „übrigen“ zwei wurden spontan eine Schülerin und ein Schüler gewürdigt, die mit ihren Arbeiten zu biologischen Themen besonders überzeugt haben:

Frau Dr. Schickmann würdigt Emil Schäfer und Lea Sun

Nicht zuletzt muss noch erwähnt werden, dass 11 Arbeiten durch die Vertreterinnen von „Jugend forscht“ – Frau Schnasse (Landeswettbewerbsleiterin Sachsen) und Frau Dr. Schwarz (Wettbewerbsleiterin Regionalwettbewerb Dresden-Ostsachsen) – sowie unseren schulischen Jufo-Verantwortlichen, Herrn Schäfer, nominiert wurden für die Teilnahme an „Jugend forscht 2024“:

Max Riedel, ein Schüler, Moritz Ahnert, eine Schülerin, Julius Wollrab, Alexander Acker, David Kretz-schmar, Benjamin Zeh, Willy Kunzmann, Nelly Oertel, Louis Osowsky und Herr Schäfer (v.l.n.r.)

Abschließend geht noch einmal ausdrücklich unser

herzlichster Dank an alle Betreuerinnen und Betreuer,

die sich zusätzlich zu ihren sonstigen Aufgaben ein Schuljahr lang engagiert um unsere Schülerinnen und Schüler bemüht haben. Die Betreuenden kamen von folgenden Institutionen:

 

  • Technische Universität Dresden
  • Universitätsklinikum Dresden „Carl Gustav Carus“
  • Universität Bremen
  • Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden – Museum für Tierkunde
  • Fraunhofer Institute
  • HTW Dresden
  • Newton GmbH – Dresden
  • Medizinische Universität Innsbruck
  • Deutsches Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen e.V. Dresden
  • DLR_School_Lab TU Dresden
  • SAP Deutschland SE & Co. KG Dresden
  • Sternwarte und Planetarium der Stadt Radebeul
  • Max-Planck-Institute
  • Universität Leipzig
  • Leibniz-Institute
  • GICON®-Großmann Ingenieur Consult GmbH Dresden
  • Dresden-concept Genome Center
  • X-FAB Dresden
  • Isotope Technologies Dresden GmbH
  • Werner-Felber-Institut e.V. Dresden
  • Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Autorin: S. Gosdschick