Unser Weltraum-Blog

In diesem Schüler-Blog findet ihr die neusten Logbucheinträge über das ARISS-Weltraum-Projekt in unserer Schule.


Probefunkkontakt zum Projektpartner in Dessau am 08.06.2018

Auszug aus der Pressemitteilung vom 08.06.2018, 14 Uhr: Test-Funkkontakt

„In Vorbereitung des Live-Funkkontaktes im Oktober findet am 8.06.2018 ab 14 Uhr in den Räumen des DLR_School_Lab TU Dresden ein Test-Funkkontakt statt. Wir laden alle Interessierten sowie die Pressevertreter dazu herzlich ein. Anwesend sein werden die Schülerinnen und Schüler der MANOS, die in verschiedenen Arbeitsgruppen am Projekt beteiligt sind (Funker, Techniker für Live-Stream, Forscherteam und PR-Team) und die Funkamateure des DARC e.V., um alle Fragen zum Funkkontakt, zur Technik und den Schulprojekten zu beantworten.
Bei weiteren Fragen zum Projekt wenden sie sich bitte an das PR-Team: ISS@manos-dresden.lernsax.de

Für alle, die nicht dabei sein können, wird ein Live-Stream geschalten, der unter Youtube (externer Link zu Youtube.com) verfolgt werden kann.


Ankündigung Wissenschaftsmagazin

Pünktlich zum Sommerfest wird die erste Ausgabe der Klassenzeitung der Klasse 5a erscheinen. In diesem Jahr dreht sich alles um das Thema Raumfahrt. Exklusive Exemplare dieser spannenden Zeitung können am 28.06. am Klassenstand für kleines Geld erworben werden.


Der Alltag auf der ISS

Mit einer Höhe von 4000km und einer Geschwindigkeit von 27623km/h umkreist die ISS in 92min. die Erde. Der Alltag ist nicht immer leicht.
Beim Essen fängt es an. Es gibt Unterschiede, die Kinder vielleicht freuen würden. Auf der ISS darf nämlich kein Brot gegessen werden, da die Krümel eine Gefahr für die Maschinen wären. Stattdessen gibt es haftende Nahrung wie Grütze, Rührei oder Pudding. Getrunken wird aus einer Art Weinschlauch. Wie das Trinken ist auch das Wasserlassen eher schwierig. Die Astronauten pinkeln in einen Schlauch. Beim großen Geschäft müssen sie sich festbinden damit sie nicht wegfliegen. Eine Pumpe saugt alles ab.

Duschen geht auf der ISS nicht. Es werden Feuchttücher benutzt. Dass ist wohl der Grund, warum Astronauten nach einer Raumfahrt erst einmal duschen. Geschlafen wird in einem Schlafsack, der in einem schmalen, offenen Schrank befestigt ist. Das ist der einzige Ort wo sich die Astronauten zurückziehen können. Abgetrennt ist die Kabine nur durch einen Vorhang. Was für uns verrückt klingt, ist auf der ISS normal. Sie müssen täglich mind. 2 Stunden Sport machen, um Muskelschwund vorzubeugen. Zum Joggen und Radfahren müssen sich die Astronauten festschnallen, damit sie nicht wegschweben. In der „Cupola“ sitzt Alexander Gerst wann immer er Zeit hat. Die „Cupola“ hat 14 Bullaugen, die einen Blick auf die Erde und die weiten Kosmos ermöglicht.
Die Schwerkraft macht nicht alles leicht. Manchmal macht sie es uns schwerer.
Leonie Zobel


Start von Alexander Gerst am 06.06.2018

Am 06.06.2018 ist unser Astronaut Alexander Gerst vom Weltraumbahnhof Baikonur in Richtung der Internationalen Raumstation gestartet. Mit 20 Gigawatt Leistung, dies entspricht dem Energieumsatz von 12 Kraftwerken, erhob sich die Sojus MS-09 um 13:12Uhr in den Himmel. Der Anflug an die Raumstation gestaltet sich diesmal etwas schwieriger als gewohnt. Erst nach 34 Erdumrundungen erreicht das Transportschiff das Ziel.
Im Schulhaus des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasiums haben gestern viele Schüler und Lehrer dem Weltraumereignis entgegengefiebert und nach erfolgtem Start erleichtert aufgeatmet.


Die neusten Nachrichten zum Flug von Alexander Gerst erhaltet ihr HIER (externer Link zum DLR)


Logbucheintrag 1.1 – Wie fliegt man mit einer Sojus-Rakete ins All?

Update: Unser Astronaut Alexander Gerst wird am 6. Juni 2018 an Bord der Sojus MS-09 als 11. Deutscher (zum zweiten Mal nach 2014) ins All fliegen!

Was ist eigentlich eine Sojus-Rakete? Eine Rakete vom Typ Sojus ist rund 50 Meter lang und am unteren Ende etwa 10 Meter breit. Sie verfügt über mindestens drei Stufen. Jede Raketenstufe besitzt einen eigenen Tank. Als Treibstoff der Stufen dienen Kerosin und flüssiger Sauerstoff. An der Spitze der Sojus-Rakete ist die Nutzlast untergebracht. Bei einem bemannten Flug ist dies ein Sojus-Raumschiff, das mit einer Schutzverkleidung umhüllt ist. Ganz vorne befindet sich das Rettungssystem.


 


Logbucheintrag 1.0 – Der Beginn

Als kleine Kinder standen wir sicher alle schon einmal des Nachts draußen auf dem Balkon und wandten unseren Blick nach oben. Und als wir dort in die Sterne blickten, packte uns eine Faszination, die jeder kennt, der sich für die Astronomie und die Raumfahrt begeistern kann.

Auch die MANOS will ihren Kopf und besonders ihre Ohren mit diesem einzigartigen Projekt nach oben richten, genauer zur Internationalen Raumstation (ISS). Die drei Teams Veranstaltungsmanagement, Forschung /Entwicklung und Pressearbeit, bestehend aus Schülern unserer Schule, nehmen nun ihre Arbeit auf. Das große Ziel, auf das alle hinarbeiten, ist ein Funkkontakt mit dem Astronauten und zukünftigen Kommandanten der ISS, Alexander Gerst, im Herbst dieses Jahrs. Und die unzähligen Fragen, die für diesen Zweck gesammelt wurden, warten nur darauf in ca. 400 Kilometern Höhe ihr Ziel zu erreichen und wir anderen, die wir nun mal keine Funkwellen sind, müssen zunächst hier unten auf der Erde verweilen bis wir endlich die ersehnten Antworten empfangen. Allerdings ist bis dahin noch ein weiter Weg zu gehen. Technik muss installiert und getestet, Experimente durchgeführt, Reportagen und Artikel geschrieben, eine Präsentation entworfen, der Ablauf geplant und das finale Event vorbereitet werden um nur einen groben Überblick zu geben. Viel Arbeit liegt also vor uns und sie können dabei sein.

Wenn wir euch mit dieser Faszination anstecken konnten, dann verfolgt doch den Fortschritt unserer Mission hier in diesem Logbuch. Bald schon (am 8.6.) startet der erste Testlauf, in Form eines Satelliten-Relais-Kontakts nach Dessau. Es erwartet euch eine spannende Zeit.

Presseabteilung, Julian Großmann