Von Jugend forscht zur ISEF 2026 – Ein unvergessliches Abenteuer in Phoenix

Im Ergebnis seiner Erfolge beim Wettbewerb „Jugend forscht“ 2025, die ihn bis zum Bundeswettbewerb in Hamburg mit einem 3. Platz im Fachgebiet Mathematik/Informatik führten, wurde Chenpan Li für die deutsche Mannschaft zur Teilnahme an der International Science and Engineering Fair (ISEF) 2026 ausgewählt. Hier berichtet er von seinen Erlebnissen im Mai 2026 in Phoenix, Arizona:

„ISEF ist aus meiner Sicht einer der außergewöhnlichsten Wettbewerbe für Schülerinnen und Schüler überhaupt.

Das liegt jedoch nicht ausschließlich an der wissenschaftlichen Verteidigung des eigenen Projekts oder an den Preisen. Vielmehr ist es das Zusammenspiel aus den Freundschaften im deutschen Team, der völlig neuen Umgebung in einer der größten Wüstenstädte der USA und dem internationalen Flair durch die rund 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt. Wie auch in den vergangenen Jahren genossen wir als deutsches Team ein besonders großes Interesse anderer am gemeinsamen Austausch.

Das Programm war eine Mischung aus Standaufbau, Jurygesprächen und zahlreichen Rahmenveranstaltungen. Gleich am ersten Abend fand der sogenannte Pin Exchange statt. Dabei versucht man, durch geschickte Tauschgeschäfte eigene Pins – in unserem Fall Jugend-forscht-Pins aus den vergangenen zehn Jahren – gegen Pins und andere Accessoires aus anderen Nationen einzutauschen. Ganz nebenbei kam man dabei auch über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten ins Gespräch. Interessanterweise stellte sich heraus, dass ein beträchtlicher Anteil der amerikanischen Teilnehmenden sogar Deutsch sprach.

In den folgenden Tagen standen weitere Vorbereitungen auf dem Programm: der Standaufbau, Interviews mit dem Sponsor Regeneron, die Gestaltung des Deutschland-Plakats sowie Vorträge vieler namhafter Persönlichkeiten, unter anderem vom Gründer von Regeneron und dem Chemie-Nobelpreisträger Prof. W. E. Moerner.

Und schon am nächsten Tag begann das Judging, bei dem es neun Stunden lang zur Sache ging. Anders als bei Jugend forscht kamen nicht nur zwei Jurys vorbei, sondern gleich neun verschiedene Jurys. Mit jeder von ihnen diskutierte man das eigene Projekt intensiv und aus unterschiedlichen Perspektiven. Danach ließ aber das Rahmenprogramm nicht lange auf sich warten: Am Abend fand eine beeindruckende Veranstaltung im Baseballstadion von Phoenix statt.

Am letzten Tag stand schließlich die Siegerehrung auf dem Programm. Team Deutschland konnte dabei insgesamt drei Grand Awards erringen. Besonders erfreulich war für mich selbst die Auszeichnung mit dem dritten Platz in der Kategorie Software Design.

Man könnte nun denken, dass die ISEF damit vorbei gewesen wäre, doch das landschaftliche Highlight stand noch bevor. Zum Ausklang der Reise unternahmen wir gemeinsam einen Ausflug in den Papago Park in Phoenix. Die Landschaft war wie im Wilden Westen: markante Felsformationen, riesige Kakteen und weit und breit nichts als Wüste – und das alles bei Sonnenuntergang. Ein wirklich einzigartiges Erlebnis!“

Autor: Chenpan Li