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12. Deutsch-französischer Schüleraustausch


Austausch mit Marseille im September 2013

In der Woche vom 16. September 2013 bis zum 22. September 2013 waren ein Teil der Parallelklasse und ein Teil meiner Klasse zum Schüleraustausch in Marseille.

Die Reise begann am Montagmorgen am Dresdner Hauptbahnhof, von wo aus wir mit dem Zug in Richtung Westen gefahren sind. In Frankfurt mussten wir dann noch einmal umsteigen, um dann von Frankfurt aus mit dem TGV nach Marseille zu fahren. Dort kamen wir dann um 21:46 Uhr an und wurden direkt von unseren Gastfamilien in Empfang genommen. Die Fahrt war zwar sehr lang, aber dank unserer vielseitigen Beschäftigungsmethoden wurde uns nie langweilig.

Am Dienstag mussten wir dann gleich wieder früh aufstehen, da wir uns um acht Uhr an der Schule St.-Joseph getroffen haben. Die Deutschen sind in das Stadtzentrum von Marseille gegangen, während die Franzosen Unterricht hatten. In der Stadt haben wir uns dann le Palais de Justice, le Vieux port und weitere Sehenswürdigkeiten Marseilles angeschaut. Dabei stellten wir fest, dass Marseille auch eine sehr schöne Stadt ist, jedoch in vielen Stadtteilen sehr verdreckt. Am Nachmittag sind wir dann alle gemeinsam zu der Kirche Notre Dame de la Garde gegangen. Dort hatten wir dann etwas Zeit um uns die Kapelle anzuschauen und den wunderschönen Ausblick über Marseille zu genießen. Um 16.30 Uhr war dann Ende und jeder konnte mit seiner Gastfamilie sich individuell beschäftigen.

An diesem Tag, dem Mittwoch, haben wir den Unterricht an der Schule St.-Joseph besucht. Dabei hatten manche von uns fünf Stunden Unterricht und manche nur eine, was davon abhing wie viele Stunden der jeweilige Austauschschüler hatte. Aber den Matheunterricht haben wir alle besucht, wobei wir feststellten, dass die Aufgaben sehr einfach waren. Den Nachmittag konnte sich dann jeder selbst gestalten, wobei zum Beispiel einige andere mit uns an den Strand gegangen sind. Am Abend besuchten außerdem einige das Champions League Spiel Olympique de Marseille gegen den FC Arsenal. Dabei musste sich Marseille den Londonern 1:2 geschlagen geben. Beim FC Arsenal spielten mit Mesut Özil und Per Mertesacker auch zwei deutsche Nationalspieler mit.

Am Donnerstag sind wir mit einem Reisebus in die Provence gefahren und haben uns dabei die Stadt Arles und les Beaux de Provence angesehen. In Arles haben wir eine Stadtführung gemacht und in les Beaux de Provence sind wir durch die sehr kleinen Gassen der Festungsanlage gegangen und haben anschließend dort ein Picknick gemacht. Da Marseille in diesem Jahr den Titel "Europäische Kulturhauptstadt" verliehen bekam, gibt es z.Z. zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen. Wir besuchten eine Multivisionsshow in einem stillgelegten Steinbruch, die uns mit Werken von Malern bekannt machte, die in der Provence gelebt haben.

Am nächsten Tag haben wir uns wieder um acht Uhr an der Schule getroffen. Die Franzosen hatten wieder Unterricht, wobei wir, die Deutschen, einen Ausflug machten. Wir fuhren mit einem Boot nach l'Estaque. Dort besuchten wir einen Campingplatz mit dem Namen "Yes we camp!". Dieser nur für einen Sommer errichtete Campingplatz bestand aus alten Wohnwagen und Hütten aus Brettern und Matratzen, in denen man übernachten konnte. All das war von einer kleinen Gruppe junger Leute errichtet worden, die Spenden und Leihgaben dafür genutzt hatten und damit keinen Gewinn erwirtschaften wollten. Dort versuchten wir uns an "Recyclingkunst", indem wir aus alten Milchpackungen ein Portemonnaie bastelten. Außerdem bekamen wir noch etwas zum Mittagessen ( teils aus eigenem Anbau ). Danach gingen wir an den Strand, wo wir alle baden gehen konnten. Das Wasser war zwar recht kalt, aber man konnte trotzdem einen Moment darin bleiben. Dann sind wir mit dem Bus und der Metro wieder zurück zur Schule gefahren. Am Samstag konnte jeder machen, was er wollte, wobei sich dann doch fast alle am Strand trafen.

Dann war die Woche leider schon wieder rum und wir mussten am Sonntagmorgen wieder nach Hause fahren. Wir sind auch wieder in Frankfurt umgestiegen. Im ICE hatten wir dann keine Sitzplätze, da wir unseren eigentlichen Anschlusszug in Frankfurt verpasst hatten. Um 22.06 Uhr sind wir dann wieder in Dresden am Hauptbahnhof angekommen.

Die Woche war sehr schön. Wir haben viel erlebt, gesehen und auch einiges gelernt. Das Wetter war mit über 25°C und schönstem Sonnenschein jeden Tag perfekt, während in Dresden nur 10°C waren. Ich würde es jedem der die Möglichkeit hat auch empfehlen bei diesem Schüleraustausch mitzumachen.

Der Austausch wird übrigens finanziell von der SBA Dresden, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und unserer Fördergemeinschaft unterstützt.

Marcus Wiegand, Klasse 9b