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11. Deutsch-französischer Schüleraustausch


Austausch mit Marseille im September 2012

Am 24. September war es endlich so weit:

Die Austauschschüler der neunten Klassen fuhren nach Marseille.

Mit dem Zug. Insgesamt waren wir zwischen dreizehn und vierzehn Stunden unterwegs, mit einer Stunde Aufenthalt auf dem Bahnhof in Frankfurt.

Vom Bahnhof in Marseille wurde jeder von seiner Gastfamilie abgeholt, zu ihnen nach Hause gebracht - und das war der erste Tag unseres Austausches!

Am Dienstag haben wir schon weit mehr von der Stadt zu sehen bekommen. Unsere Austauschpartner nahmen uns mit zur Schule, dort gab es eine kleine Einweisung und dann machten wir einen Spaziergang zum Touristenbüro. Mme Petrasch zeigte uns auf dem Weg dorthin schon viele Gebäude, von deren Namen man durchaus hätte einen Knoten in die Zunge bekommen können.

Im Touristenbüro gab es erst einmal die lebenswichtigen Stadtpläne - denn unsere Austauschpartner begleiteten uns nicht immer. Wir haben uns noch ein Stückchen die Stadt angesehen und ein Museum besucht. Zum Mittagessen ging es zurück in die Schule und unsere Austauschpartner zeigten uns, wie und wo man hier Mittag aß. Es gab Schulessen, man konnte auch nach Hause oder wo anders hin zum Essen gehen - aber aus der Schule kam man nur, wenn man sein Hausaufgabenheft mit einer Erlaubnis der Eltern vorlegen konnte.

Danach ging die Tour weiter: noch ein Museum, das älteste Stadtviertel von Marseille und eine Kirche angeschaut. Aber diesmal mit den Franzosen. Danach hatten wir Freizeit und jeder hat etwas mit seinem Austauschpartner unternommen.

Am Mittwoch durften/sollten/mussten wir mit in die Schule gehen. Nur vier Unterrichtsstunden. Allerdings ist in Marseille eine Unterrichtsstunde länger, als bei uns. Wie lang genau hat keiner herausbekommen. Zwei Stunden Mathe und zwei Stunden Französisch haben wir besucht, jeweils mit unterschiedlichen Klassenstufen. Es war erstaunlich, dass in dieses doch sehr kleine Schulgebäude mehr als 900 Schüler passten. Die Klassenzimmer waren offen, denn jedes Zimmer hatte eine Tür, die direkt nach draußen Richtung Innenhof führte. Der Unterricht - soweit er verstanden wurde, war nicht viel anders als bei uns. Nur, dass der Stoff den wir in Mathe schon hatten, in einer, für uns zehnten Klasse, denn in Frankreich werden die Klassen nicht aufsteigend, sondern absteigend gezählt, jetzt erst dran kam. Wir hatten ausnahmsweise einen Vorteil, denn in Französisch konnte niemand richtig mithalten.

Nach den vier Stunden haben wir den restlichen Tag mit den Franzosen verbracht. Jeder, wie er wollte und was er wollte.

Den Donnerstag verbrachten wir zum Großteil in den Calanques. So heißen die Berge bei Marseille. Naja, eigentlich waren es keine richtigen Berge, sondern - das bedeutet Calanques nämlich übersetzt - Klippen. Wir sind die ganze Zeit am Meer entlang gewandert. Um die Mittagszeit haben wir eine Pause gemacht. An einem kleinen Strand. Einige von uns hatten cleverer Weise Badezeug eingepackt und sind im Mittelmeer baden gewesen - und die, die keins mithatten, waren trotzdem baden. Zumindest die meisten. Dann ging es weiter. Die Landschaft war schön anzusehen, das Meer strahlend blau und klar, und man konnte sogar kleinere Inseln sehen.

Am späten Nachmittag waren wir dann alle wieder zu Hause. Der restliche Tag stand wieder zur freien Verfügung, allerdings waren die Meisten von der Wanderung ziemlich geschafft.

Am Freitag besuchten wir die Messe. Die Schule, die unsere Austauschschüler besuchen, ist nämlich katholisch. Und am Schuljahresanfang steht also eine Messe an. Es gab bei der Sache nur ein Problem: Die Bibel- und Gebetstexte hat auf Französisch keiner von uns verstanden.

Anschließend sind wir mit den Franzosen zur wohl schönsten Kirsche von Marseille gegangen: Notre Dame de la Garde. Die Kirche ist sehr schön ausgestattet und sehr prunkvoll. Und man hat eine wahnsinnig tolle Aussicht. Die Kirche wurde ziemlich weit oben gebaut und man kann über ganz Marseille blicken.

Danach mussten die Franzosen wieder in die Schule und wir gingen zum Hafen. Von dort sind wir dann auf die Insel Frioul gefahren, die direkt vor der Küste liegt. Während Frau Santura und Frau Nentwich sich das alte Gefängnis, das Chateau d'If auf der Nebeninsel angeschaut haben, ist Mme Petrasch mit der Gruppe zu einem Strand gegangen. Das Wasser war kalt - kälter als das vom Vortag - doch das hielt eigentlich niemanden ab, ins Wasser zu gehen. Zwischendurch stießen Frau Nentwich und Frau Santura wieder zu uns, und dann sind wir wieder aufs Festland übergesetzt.

Unsere Austauschpartner haben uns vom Hafen abgeholt, und der restliche Tag stand frei zur Verfügung.

Genauso wie der gesamte Samstag, der "Familientag".

Manche haben sich noch mehr von der Stadt angesehen - auch wenn ich das Gefühl hatte, dass wir alles gesehen hatten - oder waren shoppen, suchten noch Souvenirs, waren baden, machten einen Ausflug in die Umgebung oder aber Hausaufgaben - denn wir mussten ein Reisetagebuch über die Fahrt schreiben. Auf Französisch, versteht sich.

Am Sonntag war schon zeitig Abreise, und es ging in vierzehn Stunden wieder nach Dresden.

( Bericht einer Teilnehmerin )